Aus einer medialen Schau von Sabine Lichtenfels

Es gibt eine Zukunft, die immer vor der Gegenwart davonläuft und deswegen immer in das gleiche Elend führt. Oder es gibt eine Zukunft, die sich aus der bewussten Akzeptanz der Gegenwart ergibt. Dieses ist die Zukunft der Heilung.
Das entscheidende Ereignis, das auch jetzt in der Lage ist, eine neue Zukunft einzuleiten, ist die RÜCKKEHR ZUR GOTTESGEWISSHEIT. Die leuchtende Qualität, die wir gewohnheitsgemäß ins Jenseits projiziert hatten, ist in Wahrheit bereits jetzt im Leib als latente Möglichkeit zu Hause. Es ist eine absolute Seinsgewissheit und Seinsfreude, die plötzlich erwacht und uns zu erneuerndem Handeln motiviert.
Indem Gottesgewissheit eintritt, verankern wir uns neu im Jetzt. Es setzt eine andere Ruhe ein. Wer zum Geist der umfassenden universellen Liebe zurückkehrt, für den ordnen sich die Dinge neu. Diese Umwandlung geschieht augenblicklich und verwandelt dein Umfeld. Du musst niemandem mehr etwas beweisen, nicht mehr um Liebe buhlen. Es endet der Zwang, jetzt aus eigener Kraft etwas tun zu müssen. Das tiefer wiedergefundene Vertrauen verwandelt alles, und durch dieses Vertrauen beschleunigen sich die Dinge in ihrer Entwicklung. Wir wissen auf einmal, was zu tun ist. Da ist kein äußeres Muss mehr, sondern eine innere Entscheidung. Alle Debatten erübrigen sich durch die innere Entscheidung.
Vertrauen ist ein tiefer Schlüssel für alle wahre Erneuerung. Es ist die tiefste Rückkehr, die zu vollziehen ist. Durch das wiedergefundene Vertrauen können die Selbstheilungskräfte in alles hinein, in den Leib, in das Denken, Handeln und Sprechen.
Durch die apokalyptischen Vorgänge in unserer Zeit kommen überall auf der Welt Menschen neu zusammen. Sie helfen sich gegenseitig auf eine Weise, wie sie es lange nicht mehr getan haben. Wir werden Mensch unter Menschen, weltweit.

Ob es gelingt, liegt im Wesentlichen an uns und unserer Bereitschaft zur Selbstveränderung. Ist die Einsicht in die Notwendigkeit des inneren Wandels einmal vollzogen, geht es immer schneller. Diese Transformationsprozesse laufen bereits in vielen Menschen weltweit. Es ist für viele fast unfassbar zu erkennen, wie leicht es geht, wenn wir bereit sind zur inneren Umkehr. Und dafür haben sie sich so lange abgerackert und abgequält? In vielen menschlichen Gruppen kommt neben allem Schmerz, eine große Freude auf, wie in dem Film “Die lustige Welt der Tiere”. Sie können es zunächst gar nicht fassen, dass plötzlich der Regen kommt. Dann fangen sie an zu jubilieren. Auf einmal geht es leicht.

Man hat verstanden, dass die große Apokalypse nicht nur draußen stattfindet, dass wir sie nicht verhindern können, indem wir uns gegen die Außenwelt abschotten, sondern dass sie vor unserer Haustür nicht Halt macht und sich such in uns selbst vollzieht. Ob wir sie als Untergang oder Offenbarung erfahren, dafür müssen wir den Schalter im Bewusstsein finden.
Gegenkräfte werden noch vehement versuchen, den Vorgang zu trüben und Friedensarbeiter in Verzweiflung zu treiben. Sie versuchen es über die Medien, durch Verleumdungen und andere Attacken. Das führt dazu, dass wir immer mehr die Selbstheilungskräfte an uns selbst studieren müssen.
Wir werden erkennen, wie tief sich die Angst- und Schreckenserwartungen als Gedankenmuster in unser Zellsystem eingeprägt hatten, um von dort aus die immer gleichen Filme zu produzieren. Wir hatten die Projektionen, die ihren Ursprung in unbewussten Innenvorgängen hatten, zur äußeren Realität erklärt. Ein tiefer Vorgang der Selbsterkenntnis wird uns befähigen, diese unbewussten Denkmuster zu durchschauen und endgültig abzulegen.

Letztlich wird keine andere Wahl mehr bleiben. Die äußeren Umstände zwingen uns dazu, makellos zu werden. Sie zwingen uns dazu, in uns den Punkt zu entdecken und zu entwickeln, wo wir tatsächlich die Macht des Friedens in uns entdecken. Wir werden die Wirklichkeit dessen erleben, was viele Weisheitslehrer Jahrhunderte vor uns schon erkannten und was Lao Tse in den Worten beschrieben hat: ”Wer das Leben recht zu fassen versteht, wandert durchs Land, ohne vor Tiger und Nashorn zu fliehen, der kann durch Feindesheer ohne Panzer und Waffen ziehen; denn das Nashorn hat nicht, wo es sein Horn einbohre, der Tiger hat nicht, wo er seine Tatze einschlage, und das Schwert hat nicht, wo seine Schneide eindringe.”

Wir werden lernen, durch wildeste Turbulenzen zu gehen und doch den inneren Kompass fest in der Hand zu behalten und mit großer Gewissheit bei der Schau zu bleiben. Wenn wir in der Lage sind, eine Welt zu sehen, in der tatsächlich kein Krieg mehr stattfinden kann, wenn wir in der Lage sind, jetzt ein Leben zu führen, wo wir ganz an uns selbst begreifen, wie wir den Krieg beenden können, dann wird sich diese Realität bewahrheiten.

„Ich erlöse die Welt, indem ich MICH selbst erlöse.“ Dies ist die Forschungsaufgabe. Je tiefer wir sie annehmen und verstehen, desto umfassender wird das Thema. Es wird immer klarer werden, wie tief Ich und Welt untrennbar miteinander verbunden sind. In jedem Ich spiegelt sich das gesamte Universum wieder. Nur auf dieser Ebene ist die Aufgabe lösbar.
Wir werden Gemeinschaften aufbauen, in die die Willenskraft des Universums einströmen kann. Menschen werden weltweit ihre Berufung finden und Friedensberufe zur Heilung des Planeten ergreifen. Sie wissen, dass es ihre Aufgabe ist, z.B. mit dem Wasser zu kooperieren oder mit dem Sonnenlicht, mit dem Land oder anderen Kräften des Universums. Die Entscheidungen werden verbindlich, wir verwechseln Freiheit nicht länger mit Beliebigkeit.

Ein wesentlicher Sprung in der Entwicklung hin zu einer neuen Kultur geschieht auf der Ebene, wo Denkkraft sich mit der Funktionslogik der Liebe vereint. Hier entdecken wir: Liebe ist mehr als ein Gefühl. Wir erkennen eine ganz neue Dimension in der Liebe, die nicht mehr in Hass umschlagen kann, weil sie eine reine, allumfassende Bewusstseinskraft geworden ist. Daraus folgt das Wiederfinden einer tiefen Daseinsfreude, die alles durchdringt.

Die Zukunft beginnt jetzt. Die Qualitäten eines neuen Denkens vereinen Mystik mit Wissenschaft, Religion und Eros; eine neue Kunst wird die Archetypen und Schöpfungen der neuen Kultur hervorbringen. Es ist die Geburtsstunde des neuen Menschen, die sich auf diesen Ebenen vollzieht.

Bei allem, was ihr tut, bezieht die Erde ein. Entdeckt den Kontakt zur Natur wieder. Versteht, wie sehr die Natur verdichtetes, lebendiges Bewusstsein ist. Hört auf, sie als leblose Materie zu betrachten. Das war der Muttermord, aus dem heraus sich die ganze Misere des Patriarchats ereignet hat. Berücksichtigt dies bei allem, was ihr tut. Baut Naturkathedralen auf, die euch immer daran erinnern.