Unsere Autoren

 

Dr. Dieter Duhm, geb. 1942 in Berlin. Kunsthistoriker, Psychoanalytiker und promovierter Soziologe.

Als Jugendlicher engagiert er sich einige Jahre in der Aktion „Brot für die Welt”, wird ab 1967 Aktivist in der deutschen Studentenbewegung. Er verbindet den Gedanken der politischen Revolution mit dem der individuellen Befreiung, wird bekannt durch sein Buch „Angst im Kapitalismus”. Prozesse wegen Landfriedensbruch, Amnestie durch Bundespräsident Heinemann. Einige Jahre Arbeit in der marxistischen Linken, danach Streifzüge durch Landkommunen und Alternativprojekte. Zwei Jahre psychoanalytische Praxis, die er mit politischen Inhalten verbinden und in kollektive Heilungsarbeit übersetzen möchte. Drei Professur-Angebote, die er ablehnt. Es folgten einige Besuche auf dem österreichischen Friedrichshof, geleitet von dem Künstler Otto Mühl. Dort führte er eine ideologische Auseinandersetzung, die zu einer endgültigen Trennung führte. 1976 geht er für fünf Monate in eine Einsiedelei in Niederbayern, um nachzudenken.

Ab Frühjahr 1978 Aufbau des Projekts „Bauhütte”. Neben ökologischer Pionierarbeit Einführung der freien Sexualität, was in der deutschen Öffentlichkeit zu heftigen Verleumdungen führt. Er entwickelt den Plan der Heilungsbiotope, eine konkrete Strategie, wie ein weltweiter Friede herbeigeführt werden könnte.1990 Umzug nach Lanzarote, wo er verstärkt seinem Hang zur Malerei folgt.

1995 gründet er zusammen mit seiner Partnerin Sabine Lichtenfels und anderen das Projekts “Tamera”, ein Zentrum für konkrete Utopie und internationale Friedensarbeit, mit dem Ziel, globale Friedensarbeit zu verbinden mit dem Aufbau neuer Lebensmodelle und Plätze zu schaffen, auf denen Menschen mit allen Mitgeschöpfen in Kooperation und gegenseitiger Unterstützung zusammenleben. Aufbau des „politischen Ashrams”, der Friedensschule von Tamera. Heute leitet er die Abteilung für Eros, Kunst und Heilung in Tamera – und arbeitet zusammen mit Sabine Lichtenfels und anderen am Masterplan einer planetarischen Friedensgemeinschaft.

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Sabine Lichtenfels, geboren 1954 in Münster, Deutschland. Schon von klein auf war sie tief verbunden mit Fragen der Liebe. Jesus war ihr revolutionäres Vorbild. Mit 16 träumte sie von einem Dorf, in dem alle Liebenden zusammen leben würden und niemand mehr verlassen werden musste. 1978 traf sie Dieter Duhm und schloß sich einem von ihm initiierten dreijährigen sozialen Forschungsexperiment an, in dem die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben unter realen Lebensbedingungen gefunden werden sollten. Das Expermient verlief erfolgreich. Grundlagen für den Aufbau von funktionierenden Gemeinschaften konnten formuliert werden.

Sabine Lichtenfels konzentrierte sich in ihrer Arbeit immer mehr auf die Versöhnung und Wahrheit zwischen den Geschlechtern als Kernbereich einer zukünftigen Friedenskultur. Sie unterstützte vor allem junge Menschen in ihren Fragen im Bereich von Liebe, Sexualität und Gemeinschaft und wurde mehr und mehr zu einer Orientierung.

Durch ihr mediales Talent war es ihr möglich, sich mit frühen matriarchalen Zeiten zu verbinden, wie sie auf Malta, Kreta und Nubien bestanden haben mußten. Auf diesem Wege bekam sie auch tiefe Einblicke in indigene Kulturen und in das frühe Christentum. Sie schrieb dazu ihre Bücher Traumsteine und Tempel der Liebe, veröffentlichte ihre Gedanken in Seminaren und Vorträgen.
Ihre politische Arbeit führte sie in viele Krisen- und Konfliktgebiete. Sie war im vom Bürgerkrieg betroffenen Regionen im kolumbianischen Regenwald, in palästinensischen Flüchtlingslagern, in israelischen Siedlungen immer mit dem Ziel, die Fronten aufzuweichen und die Menschen miteinander zu verbinden.

Erschüttert von dem drohenden Krieg im Iran, machte sie sich 2005 allein und ohne Geld auf eine mehrmonatige Friedenspilgerschaft. Ihr Weg führte sie auf die erste Grace Pilgerschaft durch Israel und Palästina. Weitere Pilgerschaften folgten, mit teilweise mehreren Hundert Teilnehmern.

Ebenfalls 2005 wude sie von einer Schweizer Initiative als eine der “1000 Frauen für den Frieden” ausgezeichnet.
Heute lebt sie in Tamera, leitet dort die Globale Liebesschule und Terra Deva, die Abteilung für spirituelle Forschung.

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Leila Dregger, geb. 1959, freie Journalistin, ehemalige Herausgeberin der Zeitschrift “Die weibliche Stimme – für eine Politik des Herzens”, Autorin. Sie lebt überwiegend in Tamera.

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Martin Winiecki, geboren 1990 in Dresden, Deutschland. Mit 14 war er bereits politisch aktiv in den Jugendbewegungen seiner Heimatstadt. Von 2006-2009 nahm er an der Friedensausbildung “Monte Cerro” in Tamera teil und wurde ein zentraler Mitarbeiter des Projektes. Heute ist er Koordinator der Schule Terra Nova, einer Online Ausbildung für junge Menschen. Er ist ein engagierter Netzwerker und trotz seiner Jugend bereits ein fundierter Kenner der globalen politischen Zusammenhänge und Bewegungen.

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Madjana Geusen, geboren 1959 in Bonn. Sie schreibt: “Auf meiner Sinnsuche stiess ich 1979, also mit 20 Jahren, auf „Die Bauhütte“ in Leuterstal, der ersten Station des Projektes, welches Dieter Duhm 1978 gegründet hatte. Ich war begeistert und aufgeregt, als ich das erste Mal den Boden dieser Zukunftswerkstatt betrat. „Der Revolutionär unserer Zeit ist der Entdecker des Lebendigen“ hieß eine der Thesen der Bauhütte. Es fühlte sich an wie ein großartiger Traum – dass ich endlich dort gelandet war. Seit 1982 bin ich verbunden mit dem „Experiment für eine humane Erde“, welches 1995 zur Gründung von Tamera Heilungsbiotop 1 in Portugal führte. Seit 1999 arbeite ich dort als feste Mitarbeiterin.

Die Kunst ist mein „DO“, mein Weg der Kraft, obwohl ich nicht in erster Linie Malerin bin, sondern Darstellungskünstlerin und Galeristin. Ich fühle mich verbunden mit der Idee der Kunst als der Gestaltung aus einer Welt, die nicht der Identifikation unterliegt. Es gibt darin ein Geheimnis: eine vollkommen andere Blickrichtung auf das Leben. Wir können z.B. im Medium der Kunst Kanäle zu Schichten und Themen des Lebens öffnen, die sonst unbewußt bleiben und uns von hinten in die Seele beissen. Dies kann mit Leichtigkeit und Lebensfreude geschehen wenn wir gleichzeitig an neuen Lebensperspektiven künstlerisch arbeiten. Dazu dienen unsere Werkstätten und Kunstkurse.”

Beate Möller, geboren 1957 in Frankfurt am Main, Deutschland. Architektin und Künstlerin, seit 1985 ist sie Mitarbeiterin im Projekt der Heilungsbiotope.