Es ist eine starke Kraft, die darauf wartet, von dir empfangen zu werden. Durch sie wandelt sich alles, und du siehst alles in einem neuen Licht.

Sie braucht als Geburtskanal deinen Willen und dein geöffnetes Herz, damit sie sich in dir manifestieren kann. Dem Wollenden ist das ganze Universum die Plazenta für sein Werk.

Erkenne, dass ein ganzes Universum in deinen Zellen tanzt.

Aber denke nicht, dass es jetzt um Entgrenzung und Aufhebung aller Grenzen geht. Für das grenzenlose Sein gibt es genügend Zeit und Raum in der Ewigkeit, dort, wo es keine Zeit mehr gibt. Jetzt aber befindest du dich auf der Erde. Hier wartet die Kunst der richtigen Begrenzung auf dich.

Eine Form lebt von der Begrenzung. Eine Form ist dafür da, eine Kraft zu verführen und einzufangen. Gib deinen Gedanken, deinem Handeln und deinem Sein die schöpferische Form durch bewusst gewählte Entscheidungen.

Das irdische Dasein wartet darauf, dass die Kunst der Verführung erlernt wird, um das Göttliche in allen Daseinsformen tanzen zu lassen.

Suche nicht das Göttliche hinter den Dingen, sondern erkenne das Göttliche, wie es in den Dingen selbst waltet. Warte nicht auf Wunder, sondern nimm das göttliche Wunder wahr, das sich täglich neu vor deinen Augen entfaltet.

Trage deinen Leib wie ein göttliches Kleid, das dir geschenkt wurde, um genau in diesem Daseinsraum das Leben zu erfahren, zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken, zu lieben und zu erkennen.

Erkenne die Daseinsmöglichkeit und das Glück wieder, das in dieser Daseinsform liegt. Das Paradies auf Erden wartet noch auf seine Erfüllung, das ist unser gemeinsamer Traum, durch den wir in ein gemeinsames Schöpfungswerk ineinander verwoben sind.

Das Fest der irdischen Liebe wartet noch auf seine Einlösung und Erfüllung. Folge deiner Sehnsucht so, dass du dich mit ihrer Erfüllung verbindest. 

Das ist der Pfad der Neuschöpfung, den ICH mit dir gehe.

Jeder Hunger kann gestillt werden, jeder Durst kann gelöscht werden, jede Sehnsucht trägt die Entelechie der Erfüllung in sich.

Die Raupe trägt die Information des Schmetterlings. Wie hässlich müsste sie sich fühlen, wenn sie in sich dauernd die Sehnsucht nach einem Schmetterling hätte und dabei das Gefühl hätte, in einen Raupenkörper verbannt worden zu sein. Gottseidank kennt sie diese Verwirrung des Geistes nicht. Sie ist.

Ein Samenkorn trägt die gesamte Information der Pflanze in sich. Sie entfaltet sich nach ihren inneren Wachstumsgesetzen.

Ebenso ist es beim Menschen. Nur trägt er zusätzlich die Aufgabe der Erkenntnis und der Neuschöpfung in sich. Die Freiheit seines Geistes hat es ihm möglich gemacht, viele verschlungene Pfade zu gehen und sogar sich selbst zu zerstören.

Dein Weg wird sich leichter erfüllen, wird müheloser und tänzerischer sein, wenn du auf deine eigene Erfüllung vertraust. Wenn du es nicht tust, ist es so, als würde sich die Pflanze selbst das Wasser abgraben, das sie braucht für ihr Wachstum.

Es ist eine Entscheidung, den Weg des Vertrauens zu gehen.

Ya azim.