Die patriarchale Epoche begann mit dem Aufbau der ägyptischen Pyramiden. Damals geschah eine historische Weichenstellung in der Evolution des Bewusstseins. Die ursprüngliche Entdeckung des Ewigen und Heiligen hatte sich in einen Machtimpuls verwandelt. Die Pyramiden, mit denen kosmische Kräfte aufgefangen und konzentriert werden sollten, wurden zu einem Symbol und Instrument irdischer Macht. Seitdem sind 5000 Jahre vergangen. Diese Zeit war geprägt durch die Feldgesetze männlich-imperialistischer Macht und durch die Vernichtung der weiblichen Lebensquellen. Spätestens mit dem Sieg Roms vor zweitausend Jahren war die gegenwärtige Welt in ihren psychologischen Grundzügen historisch etabliert. Die letzten zwei Jahrhunderte (seit 1800) folgten dem Feldgesetz des Kapitals, welches sich schnell über den ganzen Planeten ausbreitete – ein klassisches Beispiel morphogenetischer Feldbildung, leider in katastrophaler Richtung. Alle Lebenssysteme – Konsum, Energie,
Wasser, Nahrung, Kunst, Moral, Liebe, Sport etc. – wurden dem Kapitalgesetz unterworfen, und die Menschheit folgte dem Gesetz. Ein Gemälde, und sei es noch so banal, gilt heute als künstlerisch wertvoll, wenn es auf dem Kunstmarkt für 10 Millionen Dollar versteigert wurde. Eine Firma gilt als erfolgreich, wenn sie genügend Profit abwirft, egal mit welchen Mitteln und Methoden. Eine Blumenfirma wurde erfolgreich, indem sie in Afrika Blumenplantagen anlegte, für deren Bewässerung den heimischen Siedlungen das Grundwasser entzogen wurde. Die ganze Erde litt und leidet noch unter einer internationalen Barbarei, für die niemand mehr die Verantwortung übernehmen will oder kann. Wer mithalten will, muss den Spielregeln der Barbarei folgen.
Zur Zeit erleben wir seltsame Dinge in der internationalen Politik, es sind Anzeichen einer allgemeinen Verwahrlosung undOrientierungslosigkeit. Das System scheint sich nicht mehr halten zu können. Was wird jetzt folgen?

In äußerster Verkürzung können wir Folgendes sagen: An die Stelle der alten Megasysteme treten dezentrale, kleine, weitgehendautarke Systeme für die Grundversorgung des Menschen mit materiellen Gütern (Wasser, Nahrung, Energie) sowie für die Versorgung mit Kultur, Geist und Eros. Diese Bewegung führt zu einer allmählichen Auflösung der Nationalstaaten. An ihre Stelletritt ein planetarisches Bürgertum. Der Heimatort des Menschen bezieht sich nicht mehr auf seine Herkunft, sondern auf seineStellung und Mitarbeit im großen Plan. In allen Kontinenten bilden sich neue internationale Gruppen für den Aufbau von Terra Nova. Junge Menschen finden ihren Ort dort, wo sie mit ihren Kräften am besten mithelfen können. Die neuen Siedlungen sind untereinander organisch verbunden durch technologische, politische und spirituelle Kommunikationssysteme, sie bildenzusammen eine Grundstruktur der neuen Weltgesellschaft. Das kommende Zeitalter bildet sich aus einem Netzwerk solcherautonomer Zentren. Sie haben die Aufgabe, für die neue Kulturbildung ein neues morphogenetisches Feld aufzubauen. Um dies zu ermöglichen, arbeiten sie gemeinsam an einem Netzwerk globaler Kommunikation und Information, in welchem die neuen Erfahrungen an alle Teilnehmer weitergegeben werden. Auf diesem Wege entsteht die morphogenetische Feldbildung als historischer Prozess einer immer dichter werdenden Information.
Es ist die Information von Terra Nova.

Die neue planetarische Gemeinschaft wird sich rapide ausbreiten, sobald die ersten funktionierenden Modelle existieren. Der Aufbau von Heilungsbiotopen, Modelluniversitäten, regionalen Zentren, neuen Siedlungsmodellen mit Wasser-Retentionslandschaften, von ökologischen Stadtteilen und futurologischen Wüstenst.dten, globalen Kommunikationsformen und Netzwerken neuer Art – das sind Dinge, die wir wahrscheinlich schon in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten weltweit erlebenwerden. Die Welt geht schwanger mit dem großen Plan von Terra Nova. Sobald dieser Plan irgendwo abgerufen und umgesetzt wird, entsteht auf der Erde eine „Holowelle” für die Verwirklichung dieses Plans. Überall auf der Erde – von den Anastasia-Gruppen in Russland über die Menschenrechtsgruppen in Europa bis zu den Friedensdörfern in Kolumbien – werden neue Zentren entstehen, die sich unter dem Dach der neuen Erde miteinander verbunden wissen. Wenn sich das Modell durchsetzt, werden auf der Erde viele Tausende dieser neuen Lebenszellen entstehen, denn fast jeder Boden kann in fruchtbare Erde umgewandelt werden und den Menschen genügend Nahrung geben. Die Information der vollkommenen Heilbarkeit von Mensch und Natur wird mit hoher Macht über die Erde gehen und neue Initialfunken setzen im Bewusstseinskörper der Menschheit. Wenn die getrennten Elemente der großen Lebensfamilie wieder zusammenfinden, wenn die neuen Gruppen der Welt ihr Netzwerk ausgebreitet haben, wenn die Liebe wieder einziehen kann in die Herzen der jungen Revolutionäre, dann wird die globale Kettenreaktion nicht mehr zu stoppen sein.

Die imperialistische Epoche hat fünftausend Jahre gedauert.Jetzt zerbricht sie, weil sie nicht übereinstimmt mit den Grundordnungen des Lebens und der Erde. Je tiefer eine neue Menschheit diese Grundordnungen anerkennt, desto tiefer wird das Trauma überwunden werden, welches eine furchtbare historische Sackgasse in das globale Herz der Menschheit eingepflanzt hatte. Der Vorgang einer grundlegenden Metanoia (geistige Umwandlung) vollzieht sich weltweit, er bildet den geistigen Ziel-Hintergrund der derzeitigen globalen Transformation. Es ist eine „Anderswerdung” des Menschen, eine anthropologische Revolution.

Aus dem Buch: Terra Nova – globale Revolution und Heilung der Liebe