Es geht um einen Wechsel unserer Weltanschauungen, unserer Vorstellungen von Leben und Liebe, vom Universum und vor allem von uns selbst – und tatsächlich entscheidet dieser Wechsel über Leben und Tod. Ich möchte es an einem Gleichnis illustrieren: Wir sehen einen Stamm von Menschen, die vor einem tiefen Fluss stehen und nicht hinüberkommen, weil sie nicht schwimmen können. Sie haben die Information, dass man im tiefen Wasser ertrinkt. Sie wissen, dass die Information stimmt, denn einige von ihnen sind bereits ertrunken.

Dann begegnet ihnen von der anderen Flussseite her ein anderer Stamm und schwimmt einfach durchs Wasser. Augenscheinlich hat die Information der Nichtschwimmer doch nicht ganz gestimmt. Jetzt wollen sie das Schwimmen lernen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten merken sie, wie leicht es geht, und bald können alle schwimmen. Jetzt haben sie die Information, dass man schwimmen kann. Ein einfacher Informationswechsel hat ihr Leben gerettet. Sie schwimmen jetzt so selbstverständlich, wie sie vorher ertrunken sind. Sie haben die evolutionäre Stufe des Schwimmens erreicht. Und selbst, wenn sie jetzt absichtlich unergehen wollten, sie würden es nicht schaffen.

Aus dem Text: Die andere Realität, von Dieter Duhm