Eine Vorbereitung der neuen Erde

Vorbemerkung

Ich bitte die LeserInnen, lest den folgenden Text nicht in der gewohnten Geschwindigkeit. Er enthält Wahrheiten, die eine Zeit brauchen, um in der Seele anzukommen. Ich danke jetzt schon allen, die die Zeit und die innere Kraft haben, diesen Text aufzunehmen und in seinem Sinne mitzuhelfen am Aufbau einer neuen Erde. Wir brauchen einen wachsenden Kreis von Menschen, welche diese Gedanken bejahen und auf neuen Wegen zusammenkommen.

TEIL 1

Die Coronakrise ist die Krise der menschlichen „Corona“. Die Corona war früher die Krone der Könige, dann im Mittelalter wurde sie in den gotischen Gemälden als Heiligenschein dargestellt. Der Heiligenschein symbolisierte das heilige Licht im Menschen. Die derzeitige Corona-Krise ist der allgemeine Verlust dieses heiligen Lichtes, das ist die innere Krise einer Menschheit, die das Licht verloren hat. Die Überwindung der Krise besteht darin, das Licht wiederzufinden.
Ich spreche für die Hilfe und Heilung der Erde und aller ihrer Bewohner. Es möge auch eine Ermutigung sein für alle Gemeinschaften, die jetzt wegen der Corona-Geschichte in heftige innere und äußere Konflikte geraten könnten (Quarantäne etc.).
Ich appelliere an Menschen und Gemeinschaften, welche die weltweite Not in ihrer ganzen Dimension kennengelernt haben und nach einer Lösung suchen. Viele Millionen Menschen haben sich heute dieser Suche angeschlossen. Sie alle sehen die Notwendigkeit, die soziale und ökologische Krise zu lösen. Was aber noch im Nebel kontroverser Meinungen verborgen blieb, ist das gemeinsame Ziel und der Weg, wie wir es erreichen können. Die derzeitigen Befreiungsbewegungen hatten den Blick nach außen gerichtet und die Kernkrise, die im Inneren von uns Menschen liegt, noch nicht erkannt. Alles Äußere aber ist aus diesem Inneren entstanden.
Um hier einen Schritt weiterzukommen, haben wir vor über 20 Jahren das Projekt der Heilungsbiotope ins Leben gerufen. Es war und ist ein Versuch, mit dem Blick auf die äußeren Katastrophen die inneren Kräfte zu heilen, die solche Katastrophen seit Tausenden von Jahren verursachen. Meine Partnerin Sabine Lichtenfels hat in ihren Zukunftstexten dazu folgende Sätze geschrieben:
„Es blieb keine andere Wahl mehr. Der Außendruck war gewaltig gestiegen, um unsere innere Bewusstheit und verändernde Kraft zu wecken. Das beschleunigte unsere Transformationskraft von Woche zu Woche. Die äußeren Umstände zwangen uns dazu, makellos zu werden. Sie zwangen uns dazu, in uns den Punkt zu entdecken und zu entwickeln, wo wir tatsächlich unangreifbar sind. Das entscheidende Ereignis, das auch jetzt in der Lage war, eine neue Zukunft einzuleiten, war die Rückkehr zur Gottesgewissheit. Die leuchtende Qualität, die wir gewohnheitsgemäß ins Jenseits projiziert hatten, ist in Wahrheit bereits jetzt im Leib zu Hause. Es war eine absolute Seinsgewissheit und Seinsfreude, die plötzlich erwachte und uns motivierte zu erneuerndem Handeln. Jetzt wussten wir es genau: Wenn wir in der Lage sind, jetzt ein Leben zu führen, wo wir ganz an uns selbst begreifen, wie wir den Krieg beenden können, dann wird sich diese Realität bewahrheiten.“

Merkwürdig, wie sich das ganze persönliche Drama von Sehnsucht nach Liebe und Heimat, von Wut und Gewalt, von Krankheit und Heilung, von Leben und Tod mit dem globalen Gesamtthema der Menschheit vermischt und verbindet! Es ist wie eine große Ahnung: Ach darum geht es ja! Dieses ganze menschheitliche Heilungsthema steckt jetzt in uns selbst! In deinem eigenen Inneren geschieht der Systemwechsel, den ihr bisher von der Welt gefordert habt. In deinem eigenen Inneren beginnst du die Transformation zu erkennen, die heute für die gesamte Menschheit ansteht.
Dieses „eigene“ Innere ist nicht nur das Innere einer Person, sondern es ist das Innere der ganzen Menschheit. Es ist ein erwachendes höheres und globales Selbst, welches uns heute so mächtig herausfordert. Es ist von seinem Wesen her verbunden mit allen anderen. Es gilt nach wie vor der Satz, der mir von einer höheren Stimme gesagt wurde, als ich vor 40 Jahren einige Monate in einer Einsiedelei in Niederbayern verbrachte: „Wenn ihr wissen wollt, was in der Welt passiert, müsst ihr wissen, was in einer Gruppe passiert – und wenn ihr die Welt heilen wollt, müsst ihr wissen, wie man eine Gruppe heilt.“

Im Inneren der Gesamtheit von 7,6 Milliarden menschlichen Seelen gebiert sich eine neue Information und eine neue Kraft, die in der Lage ist, von Grund auf die ganze Welt zu verändern, sobald sie von den ersten Gemeinschaften gesehen und angenommen wird.

Es ist, als wollte sich das Universum im Menschen kristallisieren, um mit dem Blick erwachter Menschen die Situation der Erde zu erkennen. Es sind einige Menschen hier und dort, in denen diese Kristallisation so heftig geschieht, daß sie diesen Prozess nicht mehr alleine tragen können. Wir brauchen dafür einen Zusammenschluss der verstreuten Kristallisations-punkte. Die Komplexität und Kohärenz eines solchen Zusammenschlusses ist auf gleichgesinnte Partner angewiesen, welche in wachsendem Vertrauen und wachsender Zusammenarbeit aneinander jenen „eigenen“ Kern entdecken, der in allen steckt und der sich heute in den ersten Formen einer spirituellen Gemeinschaft manifestieren möchte. Es ist, als würde die göttliche Welt anfangen, Zeuge ihrer selbst zu werden. Und als Ort dieser Veranstaltung hat sie den Menschen gewählt. Der soll jetzt Zeuge werden von der höheren Macht, die er in sich trägt, ich meine die Macht des Wissens von der Heilung.

In der Menschheit brennt eine Sehnsucht nach dem Heiligen, das in der bisherigen Geschichte von Mythologien und Symbolen dargestellt worden ist. Zum Beispiel die unendliche Suche nach dem Heiligen Gral. das Geheimnis der Bundeslade, der goldene Vlies bei den Griechen, die Säule Irminsul bei den Germanen etc. Es war und ist überall eine Sehnsucht des Menschen nach dem Geheimnis, aus dem alles kommt und zu dem alles hinstrebt. Dahinter die Ahnung, dass eine solche Macht irgendwo in der Welt tatsächlich existieren muss. Sonst wäre sie nicht so tief in der Menschenseele verankert.

Wir leben im Zeitalter einer beginnenden Transformation. Darin liegt der Übergang von einer Epoche, welche das Heil im Äußeren gesucht hat, zu einer Epoche, die verstanden hat, dass das Gesuchte im Inneren der Menschen liegt. Im Inneren aller Menschen. Es gibt tatsächlich eine Botschaft, die im Inneren des globalen Herzens liegt und jetzt ins kollektive Bewusstsein drängt. Hier liegt der wirkliche Systemwechsel. Der Aufstieg des Bewusstseins, der im Begriff der Transformation enthalten ist, besteht in der Verinnerlichung der göttlichen Kräfte und in der Aneignung einer Lebensmacht, die bislang in äußere – religiöse oder politische Machtsysteme – projiziert worden ist. Mit dieser inneren Macht können Kranke geheilt, Völker befreit und „Berge versetzt“ werden. Wir sind Zeugen dieser Macht geworden und haben keine andere Aufgabe, als sie in uns selbst zurückzuholen, um eine weltwirksame Hilfe und Heilung bewirken zu können.

Was das erwachende Menschenauge sieht, ist nicht nur der Schmerz der Welt. Es sieht auch diese unbeschreibliche Feier der Schöpfung und des Lebens. Es ist die neue Wahrnehmung, wenn wir über die Nebelwelten der Ego-Welt hinaustreten und in der Ferne die Gipfel der Berge sehen, die Weite der Welt und das ewige Licht, das alles bescheint. Dieser seelische allertiefste Seelenwechsel von der alten Ich-Bezogenheit zur Wahrnehmung der Welt und ihrer endlosen Wunder! Ja, natürlich gibt es hier Erleuchtungserlebnisse, Wunderheilungen und ganz neue Perspektiven für die Liebe und für unser und aller Menschen Weiterleben. Hier ist der Kraftpunkt, von dem aus das aufsteigende Bewusstsein die Welt lenken und heilen kann.

  • Was wir dafür brauchen:
  • Die Enthüllung der göttlichen Wirklichkeit auf einer zeitgemäßen, aufgeklärten Ebene. Die endgültige Beendigung des Kampfes gegen die Realität der höheren Welt.
  • Die volle Befreiung der weiblichen Sexualität. Die Emanzipation des Mannes und die endgültige Beendigung des Geschlechterkampfes.
  • Schaffung von Heimatplätzen für Mensch und menschliche Gemeinschaft, vor allem für die Kinder.
  • Eintritt in die Einheit des Lebens, Kooperation mit allen Mitgeschöpfen, Liebe zu aller Kreatur.
  • Dezentrale Autarkiesysteme für die Eigenversorgung mit Wasser, Energie, Nahrung und Medizin – und für eine neue Kultur von Vertrauen, Solidarität und Lebensfreude, auch für neue Forschungs- arbeiten in den Bereichen von Kommunikation, Information, Heilung und spiritueller Ökologie.
  • Und im Weiteren: Abschaffung der Ölwirtschaft. Abschaffung von Schlachthöfen, Pelztierfarmen, Tierlabors und anderen Grausamkei-ten. Abschaffung einer überflüssigen Konsumindustrie und der mit ihr verbundenen Zerstörung von Leben und Natur etc. Aufbau einer spirituellen Technologie nach den Funktionsprinzipien der „anderen Realität.“ Forschungsarbeiten für eine konkrete Futurologie in Kooperation mit kosmischen Kräften.

Pablo Neruda hat gesagt: „Sie können alle Blumen abschneiden, aber den Frühling können sie nicht verhindern.“

Die Menschheit befindet seit langem in dem Kampf zwischen den Mächten der bestehenden Gesellschaft und den heiligen Kräften des Lebens. Wir bereiten uns vor, diesen Kampf zu gewinnen. Sobald das Leben siegt, wird es keine Verlierer mehr geben. Wir führen den Kampf nicht im Sinne der alten Kriegsgeschichte, sondern im Sinne der Heiligen Matrix: dieser Kampf wird nicht durch Gegenkampf beendet, sondern durch eine tiefe Versöhnung der Gegner. Auch unter uns. Wo sich Menschen im Sinne der Heiligen Matrix begegnen, erlischt jede Feindschaft.

„Das Königreich Gottes ist inwendig in euch“, hatte Jesus gesagt. Bei aller kulturellen und biografischen Verschiedenheit gibt es etwas, das in allen gleich ist. Eben diese Immanenz Gottes im Inneren des globalen Herzens. „Gott ist die Liebe.“ Wir brauchen eine Botschaft, welche das globale Herz erreicht, eine Wahrheit, die in großen Buchstaben in die Noosphäre geschrieben wird. Die gegenwärtigen technischen und spirituellen Kommunikationsmöglichkeiten reichen aus, eine solche Botschaft in die Welt zu bringen – vorausgesetzt, es gibt die ersten Gruppen, welche die Botschaft voll angenommen und verwirklicht haben.

Wir müssen den hohen Plan erkennen, der uns von uns selbst befreit und unsere Seelen vom alten Trauma erlöst. Ich sehe menschliche Vereinigungen, wo durch diese innere Seelenreinigung das ewige Licht angeht. Wo dieses innere Licht angeht, kann keine äußere Dunkelheit eindringen. Und wenn dieses Licht in den ersten Gemeinschaft tatsächlich zu leuchten beginnt, dann wird es schnell auch an vielen anderen Stellen der Erde zu leuchten beginnen.

Das ist ein Prinzip der morphogenetischen Feldbildung, das wir schon im 19. Jahrhundert erlebt haben: Als die Lichtmöglichkeit durch Elektrizität entdeckt worden war, gingen bald überall auf der Erde die Lichter an. Genau dasselbe gilt für die Entdeckung des inneren Lichtes, das – genau wie die Elektrizität – immer schon da war!

Reinigen wir also unser Zusammenleben vom Trauma der Geschichte und von allen unterschwelligen Grabenkämpfen. Folgen wir dem Licht und denken an den Ratschlag von Peace Pilgrim: „Denke und handle so, dass in dir Friede entsteht.“ Absolute Solidarität, Wahrheit in der Liebe und gegenseitige Unterstützung sind die Garanten funktionierender Gemeinschaften. Und was die merkwürdige Corona-Geschichte betrifft: Vielleicht wurde sie von unfreundlichen Mächten so groß in Szene gesetzt, um das Licht zu verhindern, vielleicht dient sie vielen Menschen aber auch dazu, das Licht zu finden – und mit Sicherheit hat sie jetzt schon der Natur geholfen, sich zu regenerieren. Die Entscheidung liegt in unserer Hand. Holen wir also die höhere Macht in uns zurück, die uns allen aus der göttlichen Welt als Mitgift für unser irdisches Leben mitgegeben wurde. Die konkrete Utopie ist in der Evolution auf der Erde so weit gereift, dass sie sich fast von selbst verwirklicht, wo sie von uns Menschen erkannt wird.

TEIL 2
WAR IS OVER (DIE KOMMENDE ZEIT)

Im Folgenden möchte ich kurz in die nahe Zukunft schauen und zeigen, wie es unter Menschen aussehen wird, wenn sie das Licht wiedergefunden haben. Es könnte sein, dass sich im Moment die ganze Welt auf diesen Vorgang vorbereitet: die Welt auf der Erde, die Welt in den Gewässern, die Welt in den Himmeln.

Wir hören Friedensglocken.
Der Himmel wölbt sich übers Land und heilt die letzten Wunden.
Wir haben überlebt. Überall strömen Menschen zusammen. Sie haben sich einander erkannt und versöhnt. Die Wut der alten Zeit hat sich verwandelt in die Kraft einer großen Zusammengehörigkeit. Die Geschlechter spüren die ursprüngliche Liebe füreinander. Konkurrenz und Eifersucht sind vorbei, sie waren nie im Schöpfungsplan enthalten. Krankheiten heilen jetzt von selbst, weil alle Tore offen sind für den heilenden Weltenstrom. Wir sehen die geistigen Dimensionen eines Universums, welches von innen bis in die äußersten Emanationen durchleuchtet ist vom Licht jener ewigen Sonne, die sich seit eh und je in allen Wesen spiegelt.
Orchideen blühen, und Vögel singen ihren Jubel in die Welt. Die Tiere kommen zum Menschen und suchen seine Freundschaft. Jetzt sind wir Gärtner der Erde geworden.

Es kam auf einmal sehr schnell, wie eine globale Wunderheilung. Ein Heilungsfeld, das von einigen Gruppen aufgebaut worden war, hatte sich auf einmal so schnell verbreitet, dass es sich über die ganze Erde legte. Es war eine große, neuartige, globale Bewegung entstanden, der die bestehenden alten Mächte nicht mehr gewachsen waren. Da war ganz offenbar eine Kraft eingetreten, die ihr immanentes Ziel wie von selbst verwirklichte.

Es war ein langer und harter Durchgang, bis sich die Gruppen und Aktivisten einigen konnten auf das Eine, das sie alle, alle immer wollten, denn alle folgten derselben Sehnsucht, mit der sie auf die Erde kamen. Dies zu finden war die Aufgabe. Dieses Eine, das uns alle verbindet.
Als wir es in den ersten Gemeinschaften gefunden hatten, entstand eine so himmlische Freude, wie sie vielleicht damals vor 2000 Jahren auf dem Pfingstfest in Antiochia erlebt worden ist. Aber jetzt war es nicht mehr ein einmaliges Ereignis, sondern eine Gewissheit, dass wir hier im globalen Herzen angekommen waren. Sabine Lichtenfels schreibt: „In vielen menschlichen Gruppen kam eine Freude auf, wie in dem Film „Die lustige Welt der Tiere“: Sie konnten es zunächst gar nicht fassen, dass plötzlich der Regen kam. Dann fingen sie an zu jubilieren. Auf einmal wurde alles wieder ganz leicht.“
Wir entdeckten, dass die Liebe vollkommen neue Naturgesetze hervorruft. Liebende Kooperation war das Geheimnis, durch das sich alle Verhältnisse drastisch verändert hatten. Wir entdeckten das ungeahnte Reservoir an Kraft, aus dem alles Leben hervorgeht. Wir entdeckten – man wagt es kaum zu sagen – wir entdeckten Gott, das Göttliche, das Eine, die Urliebe des Lebens. Es singt durch die Kehlen der Vögel, es blüht durch die Blumen, es weht im Wind. Es geht durch die Seelen der Menschen, wir entdeckten einander, wir, die wir geflohen waren wie alle Flüchtlinge, entdeckten einander im großen Vorgang einer entstehenden Welt. Es lag außerhalb aller Worte.

Jetzt, nach dieser Wendung, erkennen wir am laufenden Band neue Dinge im Leben. Wasserschildkröten und Fische kommen auf uns zugeschwommen, Schlangen legen sich auf den Bauch badender Frauen, ein Wildschwein legt seinen Rüssel auf meinen Arm. Die Sehnsucht der Lebewesen nacheinander beginnt sich zu offenbaren; die Sehnsucht, dass sich Fremdes wieder erkennt, statt sich ängstlich voreinander zu verbergen, zeigt sich in den Wohngebieten der Menschen. Wilde Tiere siedeln in der Nähe. Selbst unter den Tieren entstehen neuartige Freundschaften. Die schöne Prophezeiung von Jesaja scheint in Erfüllung zu gehen. Alles sucht Einheit und Vereinigung. Towards the One! Tiere sind Kinder der Schöpfung, wir Menschen ihre Freunde und Hüter.
Die Wirklichkeit wurde ergreifender und wundervoller als die besten Märchen und Legenden. Es geschah, als die Dinge sich bereits apokalyptisch zugespitzt hatten. Was für die einen der große Untergang zu sein schien, entpuppte sich für erkennende Geister als das Geheimnis der Heilung und Neuwerdung. Es war ein Quantensprung im Bewusstsein, ein Dimensionswechsel im Denken und Erkennen.

Die Menschen begannen jetzt, anders zu sprechen. Das Wort erhielt eine neue Bedeutung. Es diente nicht mehr nur der Weitergabe von Informationen, sondern es enthielt selbst Schöpfungskraft, wurde selbst zum Agens der neuen Welt. Es kam jetzt unmittelbar aus dem Innenraum des Lebens. Die Worte gingen von Innenraum zu Innenraum, von Zentrum zu Zentrum: das war die Liebe, wie Teilhard de Chardin sie in seiner großen Vision definiert hatte. Die Buchstaben des Lebens fingen an, sich in der realen Menschenwelt zu manifestieren. Es begann ein ganz neuer Vorgang des andauernden Lernens. „Darin liegt etwas Wunderbares und Lustvolles. Es ist der Vorgang des Lernens. Ich erinnere mich, wie ich als Kind gelernt hatte, auf Stelzen zu gehen. Wie oft bin ich hingefallen! Ein Schritt, zwei Schritte, dann noch einmal und noch einmal, und dann habe ich es gelernt… Es ist Schwerstarbeit und tief beglückend… Es gibt eine Objektivität, die lässt sich nicht betrügen.“(Monika Alleweldt)

Auf einmal entstand ein neuer Begriff von Treue. Es ist die Treue zu unserer Schöpfungsaufgabe in diesem großen Raum, der immer da ist. Wir wussten es: Wenn wir uns in diesem Raum vereinigen, dann kann der Starkstrom einer neuen Schöpfung durch unsere Köpfe, unsere Herzen, unsere Hände und Leiber gehen. Nein, das war nicht mehr alleine zu machen, wir brauchten, suchten und fanden einen kongenialen Kern von Menschen, die sich dieser tiefen inneren Bewegung einfach anschlossen. Das war es wohl, was irgendjemand vor uns den „kommunitären Messias“ genannt hatte.
Wir sahen innerlich das Schicksal derer, die noch in einer ursprünglichen Wahrheit lebten. Wir sahen den aussichtslosen Kampf des ursprünglichen Lebens gegen die Übermacht der Konzerne und Bomben. Wir sahen das Drama von friedlichen Urvölkern in entlegenen Gebieten des Amazonas, die sich gegen die Holzfäller fremder Konzerne zusammenschließen mussten, um ihren Lebensraum zu verteidigen. Wir sahen das Drama und die Hilflosigkeit aller unterdrückten Kreaturen, solange wir sie allein lassen und ihnen nicht als Hüter und Partner zur Seite stehen. Der Wunsch zu helfen verwandelte sich in einen globalen Heilungswillen: den Plan der globalen Heilungsbiotope. Das war jetzt keine Theorie mehr, sondern kollektive Lebenspraxis. Wir sprechen hier vom Plan der globalen Heilungsbiotope. Manche nennen es vielleicht mit einem anderen Namen, aber es ist derselbe Plan, der sich jetzt an vielen Orten der Erde zu offenbaren beginnt.

Als es so weit war, begann eine Entwicklung ohne Ende. Je mehr wir nach unseren höchsten Einsichten lebten, desto mehr wurde uns gegeben. Hier entstand die neue Kraft, die stärker ist als alle Gewalt und die sich von selbst verbreitet, wo empfangsbereite Menschen sind. Hier haben wir begonnen, die Vollmacht wieder anzunehmen, die zu uns kommt, wenn wir das große Eine wiederentdecken und ganz in uns aufnehmen.
Es hatte ziemlich lang gedauert, denn es war ein schwieriger Sprung von unserem alten Ich zu einer neuen, globalen Existenz. Über Jahre und Jahrzehnte stauten sich die Schwierigkeiten und die inneren Hindernisse, die Krankheiten und Konflikte, denn wir hatten noch nicht gelernt, gleich-schwingend auf dasselbe Ziel hin zu arbeiten; die Arbeitsbereiche und die Einzelinteressen lagen noch zu weit auseinander, wir lebten noch nicht unter dem gleichen Himmel – bis wir die Sache entdeckt hatten, die uns tatsächlich zusammenführte, erst langsam, dann immer schneller. Bis schließlich alle umgeben waren von der glücklichen Heimat in der lebendigen Liebe, die für diesen Planeten vorgesehen ist.
Die wundersame Einheit aller Wesen, eine Welt, eine Sonne, eine Erde, eine Botschaft, ein Campus. Und auf einmal gab es die Drehung in den ersten Gemeinschaften. Ich möchte sie mit den Worten von George Ritchie zitieren (aus dem Buch „Rückkehr von morgen“): „Was diese Leute auch sonst gewesen sein mögen, sie erschienen äußerst selbstvergessen – aufgesogen von einem ungeheuren Vorhaben, weit über ihnen selbst…. Ich spürte, dass alle Aktivitäten an diesem mächtigen Campus ihre Quelle in Gott hatten.“
Jetzt erlebten wir, was wir vorher schon immer behauptet hatten: Die Welt ist – trotz allen Zerstörungen – eine Liebesaffäre. Feindschaft und Krieg sind im Bauplan der Schöpfung nicht vorgesehen. Über dem unendlichen Schmerz existiert das unendliche Licht. Die neuen Lichtgemeinschaften bestehen aus Wahrheit, Vertrauen und Solidarität mit allen Mitgeschöpfen. Unter dem göttlichen Weltenlicht bauen sie ihre neuen Systeme für die Liebe, für die Natur, für die Kinder, für die wirkliche Heimat auf der Erde. Und indem sie dies tun, webt sich im Nervensystem der Erde ein neues Netzwerk, so grenzenlos, als sei es für immer jenseits aller menschlichen Tragödien; unzählbar und mannigfaltig lebt es im Herzen aller Dinge, als wäre es mit allem eins. Denn es ist der lebendige Gott in uns, das Heilige, das immer schon da gewesen ist.
Es war tatsächlich das „Reich Gottes auf Erden“, das der große Mann aus Galiläa vor 2000 Jahren verkündet hatte. Und dieses Reich trugen die Menschen jetzt in ihrem eigenen Inneren, wie Jesus es beschrieben hatte mit den Worten „denn siehe, das Königreich Gottes ist inwendig in euch.“ Dieser individuelle Appell war jetzt soziale Wirklichkeit geworden.
Wir begegneten einem Leben in totaler Gegenwärtigkeit und gegenseitiger Akzeptanz. Die Botschaft, die wir verbreiten wollten, waren wir jetzt selbst – und so ergab sich das geheimnisvolle Ding, das vorher so keiner recht verstehen wollte: das Geheimnis der morphogenetischen Feldbildung auf der ganzen Erde.

Auf der Erde begann jetzt eine Entwicklung, als wollte die ganze Evolution eine neue Richtung nehmen. Es begann in den ersten Gemeinschaften, deren Teilnehmer untereinander und mit allen Naturwesen in eine neue Kommunikation traten. Da waren synchrone, unsichtbare Kräfte am Werk, mit denen alle Bewohner auf geheimnisvolle Weise verbunden waren. Es gab Hellsehen, Telepathie und Spontanheilungen wie früher bei Jesus und bei vielen anderen Heilern überall in der Welt. Aber nicht nur innerhalb der neuen Gemeinschaften gab es diese Phänomene, sie schienen sich weltweit auszudehnen. Auf allen Kontinenten entdeckte man die Wirkung von Willens- und Glaubensimpulsen über jede Entfernung hinweg. Heilimpulse, auf der einen Seite des Ozeans abgesendet, brachten auf der anderen Seite die entsprechenden Wandlungen hervor. Was sich vorher durch digitale Technologie angebahnt hatte, offenbarte sich jetzt weit direkter und umfassender als das grenzenlose spirituelle Potential der menschlichen Natur, das sich immer und überall manifestiert, wo Menschen ohne Angst und Bedrohung in den geistigen Raum der göttlichen Welt eingetreten sind. Es war eine neue Intimität der Kooperation, die überall die Kanäle öffnete.
Es war die Angst, das erkannte man jetzt, es war die Angst, die überall die Krankheiten und Kriege, die Verengungen im Herzen und im Kopf verursacht hatte. Wenn keine Angst mehr im Menschen ist, dann kann ihm nichts passieren, was ihm schadet. Wo im Inneren das Licht an ist, kann von außen keine Dunkelheit eindringen. Und selbst in der Dunkelheit offenbarte sich das Heilige, sobald die Angst davor verschwunden war. Die Mächte der Gewalt lebten immer von der Angst. Jetzt, wo sich das neue feinstoffliche Gewebe der Liebe im Lebenskörper der Erde ausgebreitet hatte, schmolz jede Gewalt dahin wie der Schnee im Frühling. Eine schlimme Epoche war für immer zu Ende. An die Stelle der privaten Einzelinteressen trat eine kollektive Intelligenz, die bis zu den Sternen reichte. Es begann die Gottesgeburt im Menschen.
Jetzt waren wir das geworden, was wir ohnehin sind: eine Manifestation Gottes – was für ein Satz, was für eine Wahrheit! Das Unfassliche bestand darin, dass diese Wahrheit wahr wurde. Gott, die Weltenseele, bewegte unsere Leiber, ging mit unseren Füßen, arbeitete mit unseren Händen, schaute aus unseren Augen, dachte mit unseren Gedanken und sprach mit unseren Worten. Alle Herzen sind voll von einer unaussprechlichen Dankbarkeit.